Zeitungen in Deutschland: Weiter sinkende Auflagen
Die Auflage deutscher Tageszeitungen ist weiter zurückgegangen: Inzwischen ist sie unter das westdeutsche Niveau vor der Wiedervereinigung gesunken. Während unmittelbar nach der Wende noch mehr als 27 Mio Zeitungen täglich verkauft wurden, waren es im Jahre 2008 nur noch 20 Mio. Das entspricht gerade noch der westdeutschen Tagesauflage von Ende der 1970er Jahre. Wesentlicher Grund für den beschleunigten Rückgang in den letzten Jahren ist der Umstand, dass insbesondere junge Leute immer seltener zu einer gedruckten Informationsquelle greifen, sondern dafür meist das Internet bevorzugen. Für die Verlage bedeuten schrumpfende Auflagen vor allem weniger Einnahmen durch Anzeigen. Daher können sich besonders Blätter mit kleineren Auflagen nur noch selten eine komplett von der eigenen Redaktion hergestellte Zeitung leisten. Knapp 40% der Verlage setzen daher auf Kooperationen mit externen Partnern bzw. auf die Fusion von Redaktionen unterschiedlicher Zeitungen.
