Zahlungsverkehr

SEPA - europaweit einheitlich zahlen

Wie funktioniert eigentlich eine Überweisung von Deutschland nach Frankreich, von Norwegen nach Spanien oder von Zypern nach Österreich? Antwort: Genau so einfach, wie es der Verbraucher aus dem Inland gewohnt ist. Zu verdanken ist das der SEPA. Daran beteiligen sich neben den 27 EU-Mitgliedstaaten auch Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz.

Ziel von SEPA ist es, schrittweise Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen in Europa zu vereinheitlichen. Schon seit Anfang 2008 bieten Banken ihren Kunden SEPA-Überweisungen an, seit 2009 auch SEPA-Lastschriften. Ab Januar 2011 soll es nur noch SEPA-fähige Karten im Umlauf geben. Insgesamt machen in den 31 teilnehmenden Ländern 4.400 Banken mit.


Um SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften ausführen zu können, benötigt jeder Bankkunde lediglich die internationale Kontonummer IBAN (International Bank Account Number) und die internationale Bankleitzahl, den BIC (Bank Identification Code). Verbraucher müssen sich nicht allzu sehr umgewöhnen. Die 22-stellige IBAN setzt sich aus der bisher bekannten Bankleitzahl, der bisherigen Kontonummer, dem einheitlichen Ländercode DE (für Deutschland) und einer (neuen) zweistelligen Prüfziffer zusammen. IBAN und BIC befinden sich schon seit 2003 auf jedem Kontoauszug oder in den Kontodaten im Online Banking, damit sich Bankkunden damit vertraut machen können. Natürlich können sie auch bei der eigenen Bank erfragt werden. Wer Zahlungen erwartet, sollte die Geschäftspartner über die eigene IBAN und den zugehörigen BIC informieren, beispielsweise durch Angabe auf der Rechnung oder dem Briefbogen.

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