Reisekasse
Rund um das Thema Geld im Urlaub
Informationen in der Übersicht
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Geldtausch vor dem Urlaub
Als Faustregel gilt: Je weniger Bargeld man bei sich trägt, desto besser. Deshalb sollte nicht mehr als ein Drittel des Reisebudgets in bar mitgenommen werden. Schließlich ist Bargeld im Fall eines Diebstahls endgültig verloren. Dennoch ist es häufig sinnvoll, zumindest für den Ankunftstag am Reiseort eine kleinere Summe in der Landeswährung bei sich zu haben oder direkt am Flughafen zu tauschen, um die Fahrt ins Hotel und vielleicht ein erstes Abendessen bezahlen zu können.
Kosten
Der Preis für den Kauf ausländischer Banknoten (Sorten) variiert je nach Kreditinstitut oder Wechselstube. Es wird ein niedrigerer An- und höherer Verkaufskurs für die jeweilige Währung angegeben. Das Entgelt für den Umtausch von Euro in eine ausländische Währung ist in der Regel in den Verkaufskurs eingerechnet.
Tipp
Das Abheben am Geldautomaten kann vor Ort günstiger sein als der Bargeldumtausch. Für Reisende mit Bankkunden- oder Kreditkarte, die in touristisch erschlossene Gebiete mit einer guten Infrastruktur fahren, empfiehlt es sich, nur einen kleinen Vorrat an Fremdwährung mitzunehmen und sich später am Geldautomaten mit der Landeswährung zu versorgen. Zur Sicherheit sollte man sich aber vorher über das Angebot informieren, insbesondere, wenn es sich um ein exotisches Reiseziel handelt. Bei den Kartenanbietern können die Standorte von Automaten abgefragt werden.Weiterführende Informationen
» Web: Standorte von Mastercard-Geldautomaten
» Web: Standorte von Visa-Geldautomaten
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girocard im Urlaub
Einfaches Geldabheben
Besonders bequem ist es, weltweit einfach wie zu Hause mit der Karte vom eigenen Girokonto Geld abzuheben. Das ist beispielsweise mit der Bankkarte (girocard, der ehemaligen ec-Karte) und persönlicher Geheimnummer an über einer Million Geldautomaten, die mit dem entsprechenden Logo (Maestro- oder V PAY – letzteres nur für den europäischen Einsatz) gekennzeichnet sind, möglich. Für Kreditkartenanbieter gilt Vergleichbares. Dieser Service wird je nach Karte in mehr als 100 Ländern auf der ganzen Welt angeboten; oft nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und Kanada, in Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und in Australien.
Informieren Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeiten Ihrer Bankkarte im Ausland.
Bargeldloses Bezahlen
So kann man sich das lästige Umtauschen ganz sparen: Überall dort, wo Reisende das auf ihrer Karte abgebildete Logo (Maestro oder V PAY - letzteres nur für den europäischen Einsatz) sehen, können sie mit ihrer Bankkundenkarte und der persönlichen Geheimzahl (PIN) bargeldlos zahlen. Je nach Karte ist das weltweit an etwa neun Millionen elektronischen Kassen von Hotels, Tankstellen, Geschäften und Restaurants möglich.
Tipp: Erkundigen Sie sich auch hier vor Reiseantritt bei Ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeiten Ihrer Karte im Ausland.
Kosten
Der Preis für Abhebungen am Geldautomaten oder das bargeldlose Bezahlen mit einer Bankkarte variiert je nach Kreditinstitut und Reiseland. Der Verfügungsbetrag wird zum aktuellen Kurs der jeweiligen Währung in Euro umgerechnet und vom Konto abgebucht. Außerhalb der Euro-Zone kommt zum Preis für die Geldautomatennutzung häufig ein prozentualer Anteil des Umsatzes als Preis für den Auslandseinsatz hinzu. Einen Überblick über die Kosten gibt das Preis- und Leistungsverzeichnis der kartenausgebenden Bank.
Tipp
Einige Kreditinstitute haben sich mit Kooperationspartnern zusammengeschlossen, sodass ihre Kunden bei diesen auch im Ausland kostenlos am Geldautomaten abheben können. Kunden sollten sich vor Antritt der Reise bei ihrer Bank erkundigen, ob es solche Angebote gibt.
Sicherheit:
- Die persönliche Geheimzahl an den Geldautomaten oder Kassenterminals unbedingt so eingeben, dass niemand dabei zusehen kann. Am besten die Sicht auf die Tastatur mit der freien Hand verdecken.
- Die persönliche Geheimzahl darf niemandem mitgeteilt und nirgendwo notiert werden, weder auf einem Merkzettel noch im Adressbuch und schon gar nicht auf der Karte. Bei Verdacht auf Diebstahl sollte zudem die Polizei vor Ort eingeschaltet werden.
- Geht die Karte verloren oder wird sie gestohlen: unbedingt sofort sperren lassen! Das ist unter der zentralen Sperrnummer 01805/021021 oder auch direkt beim Kreditinstitut möglich. Aus dem Ausland mit Ländervorwahl 0049 / 1805 – 021 021. Die Nummer ist rund um die Uhr erreichbar. Viele Kreditinstitute bieten zudem die Sperr-Rufnummer 116 116 an, Auskunft hierüber gibt die eigene Bank. Für Kreditkarten gibt es separat geltende Sperr-Nummern.
- Am besten notiert man sich die Sperr-Nummern, die Nummer des Girokontos sowie die Kartennummer vor dem Urlaub und bewahrt diese getrennt von der Karte auf. Besonders hilfreich ist ein "SOS-Info-Pass" mit allen wichtigen Telefonnummern. Ein solcher kann zum Beispiel unter Kartensicherheit.de heruntergeladen und ausgedruckt werden.
iPhone-App
iPhone Besitzer können sich auch kostenlos die iPhone-App „Reise + Geld“ des Bankenverbandes herunterladen, die einen Click-to-Call-Notruf zu den verschiedenen Sperr-Nummern bietet.
Weiterführende Informationen
» Web: Standorte von Mastercard-Geldautomaten
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Kreditkarte im Urlaub
Für Kunden, die auch außerhalb der Urlaubszeit häufig unterwegs sind, bietet sich eine Kreditkarte an. Die meistgenutzten Kreditkarten in Deutschland sind MasterCard und Visa, gefolgt von American Express und Diners. MasterCard- und Visa-Kartenbesitzer haben bei mehr als 30 Millionen Akzeptanzstellen, (Hotels, Restaurants, Bars, Geschäfte, Tankstellen etc.) in der ganzen Welt die Möglichkeit, bargeldlos zu zahlen. Für Bargeldabhebungen mit der Kreditkarte mit PIN stehen außerdem weltweit über 1,7 Millionen Geldautomaten zur Verfügung. Auch am Bankschalter im Ausland kann man häufig mit einer Kreditkarte Bargeld bekommen.
Kosten
Der Preis für eine Bargeldabhebung mit der Kreditkarte an Geldautomaten oder an Bankschaltern wird von jedem Kreditinstitut individuell festgelegt. Beim Einsatz der Karte außerhalb der Euro-Länder sowie, wenn die Karte innerhalb der Euro-Zone für eine andere Währung als Euro genutzt wird, ist in der Regel ein zusätzliches Entgelt von ein bis zwei Prozent fällig. Einen Überblick über die Kosten gibt das Preis- und Leistungsverzeichnis der kartenausgebenden Bank.
Sicherheit
Unbedingt vor der Reise die Kreditkartennummer und die zentrale Rufnummer der Kreditkartengesellschaft – diese ist häufig direkt auf der Karte abgedruckt – notieren und diese getrennt von der Kreditkarte aufbewahren. Bei Verlust oder Diebstahl ist über die zentrale Rufnummer sofort die Kreditkartengesellschaft, das kartenausgebende Kreditinstitut oder der Finanzdienstleister zu benachrichtigen. Eine Übersicht verschiedener Sperr-Nummern bietet der SOS-Infopass.
iPhone Besitzer können sich auch kostenlos die iPhone-App „Reise + Geld“ des Bankenverbandes herunterladen, die einen Click-to-Call-Notruf zu den verschiedenen Sperr-Nummern bietet.
Tipp
Die Kreditkarte sollte nie leichtfertig an Dritte aus der Hand gegeben werden. Man sollte genau verfolgen, wer den Kreditkartenbeleg erstellt und vorlegt. Auf keinen Fall eine Blanko-Unterschrift leisten, sondern immer darauf achten, dass der Rechnungsbetrag vor der Unterzeichnung eingetragen wurde.
Die Kreditkartenbelege sollten während der Reise aufbewahrt und später mit der Monatsabrechnung verglichen werden. Bestehen Unstimmigkeiten sollte sich der Karteninhaber unverzüglich mit der Bank in Verbindung setzen und die entsprechenden Beträge reklamieren. Kommt es - etwa durch Kartenbetrug und/oder Diebstahl - zu einem Schaden, richtet sich die Haftungshöhe nach den zwischen dem Karteninhaber und der Bank vereinbarten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).
Weiterführende Informationen
» Web Standorte von Mastercard-Geldautomaten
» Web Standorte von Visa-Geldautomaten
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Reiseschecks
Reiseschecks können bei Banken, Wechselstuben und teilweise auch bei Reisebüros in wichtigen Währungen wie US-Dollar, Euro, Japanische Yen, Australischer oder Kanadischer Dollar gekauft werden. Angeboten werden die Reiseschecks in unterschiedlichen Stückelungen. Am Urlaubsort können die Reiseschecks nicht nur bei vielen Banken, Wechselstuben und Hotels in Bargeld eingetauscht, sondern auch direkt zum Bezahlen eingesetzt werden. Besonderheit: Für verloren gegangene oder gestohlene Reiseschecks bieten die Aussteller Ersatz am Reiseort.
Kosten
Beim Kauf der Reiseschecks fallen in der Regel Kosten in Höhe von ein bis zwei Prozent des Gesamtbetrages an. Die Einlösungskosten sind unterschiedlich, teilweise wird auch kostenfrei umgetauscht. Aber auch der Wechselkurs kann je nach Anbieter stark variieren. Ein Vergleich lohnt sich!
Sicherheit
Gleich beim Kauf müssen die Reiseschecks in der dafür vorgesehen Zeile unterschrieben werden, ansonsten sind sie nicht gegen Diebstahl oder Verlust versichert. Eingelöst werden können die Schecks dann gegen eine zweite Unterschrift und der Vorlage des Reisepasses. Bitte beachten: Die Schecks erst bei der Einlösung vor den Augen des Akzeptierenden unterschreiben!
Die Kaufquittung zusammen mit dem Verzeichnis der Seriennummern von den Reiseschecks unbedingt getrennt aufbewahren. Denn nur mit der Quittung und den Seriennummern ist der Ersatz am Reiseort möglich, falls die Reiseschecks gestohlen wurden oder verloren gegangen sind. Bei Diebstahl oder Verlust sofort die auf den Unterlagen angegebene Hotline anrufen – dann verspricht der Scheckaussteller innerhalb von 24 Stunden Ersatz.Tipp
Die Schecks sind unbegrenzt gültig, können aber auch nach der Reise bei den Verkaufsstellen zum aktuellen Tageskurs der jeweiligen Währung eingelöst werden. Da beim Kauf eine Provision anfällt, ist es in der Regel sinnvoll, die nicht eingelösten Reiseschecks für den nächsten Urlaub aufzubewahren. Handelt es sich allerdings um eine stark schwankende Währung, sollte der Wechselkurs im Auge behalten werden. -
Reisetipps
Gerade bei Fernreisen sollte man rechtzeitig die Gültigkeit vom Reisepass überprüfen und sich über die aktuellen Zoll- und Einreisebestimmungen des jeweiligen Reiselandes informieren. Denn wenn ein Visum zu beantragen ist, kann das einige Wochen in Anspruch nehmen. Zu allen Fragen rund um die Einreise, für welches Land ein Visum benötigt wird und wo dies beantragt werden kann, informiert das Auswärtige Amt im Internet.
Je nach Reiseziel ist die Gefahr, Opfer von Taschendiebstählen oder im schlimmsten Fall eines Überfalls zu werden, unterschiedlich groß. Gerade für Fernreisen in „unbekanntes Terrain“ sollte man sich im Vorfeld über die Sicherheitslage vor Ort bestmöglich informieren. Das Auswärtige Amt bietet für Reisende hilfreiche aktuelle Sicherheitshinweise im Internet bzw. als Bandansage auch unter der Telefonnummer 030 / 50 00 44 44 (aus dem Ausland mit Ländervorwahl 0049) an.
Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist generell empfehlenswert. Aber gerade bei Fernreisen ist die Kostenübernahme für eine aus medizinischen Gründen erforderlichen Rücktransport wesentlich. Im Zweifel besser bei der Versicherung noch einmal nachfragen, was in den Leistungen enthalten ist. Plant man eine Reise in ein exotisches Reiseland, ist eine reisemedizinische Beratung über notwendige Impfungen und sonstige Vorsichtsmaßnahmen vom Arzt und/oder Tropeninstitut ratsam.
Generelle Reisetipps:
- Papiere, Bargeld, Schecks, Bankkunden- und Kreditkarten sowie andere Wertsachen gehören niemals ins unbeaufsichtigte Auto. Vielmehr Handschuhfach ausräumen und offen lassen. Das signalisiert: Hier ist nichts zu holen.
- Kopien der wichtigsten Reiseunterlagen wie Tickets, Reisepass, Impfausweis immer getrennt von den Originalen im Reisegepäck aufbewahren.
- Unterwegs sind Reisepass, Tickets und Zahlungsmittel am sichersten in einem Bauchgurt direkt am Körper aufbewahrt. Bargeld auf mehrere Personen oder Stellen verteilen.
- Diebe öffnen auch Hoteltüren und kennen alle typischen Verstecke. Daher bietet nur der Hotelsafe Sicherheit für Wertsachen und Zahlungsmittel. Die Unterlagen in einem verschlossenen Umschlag in den Safe legen.
- Besitzer von Bankkunden- oder Kreditkarten sollten vor Reisebeginn die Servicetelefonnummer der ausgebenden Kartengesellschaft notieren, um die Karte sofort sperren lassen zu können, falls sie verloren oder gestohlen wird.
Weiterführende Informationen
