Das PIN-TAN-Verfahren beinhaltet zwei Nummern für mehr Sicherheit. Dieses Legitimationsverfahren für das Online Banking wurde bereits 1984 im Rahmen des Verfahrens „Bildschirmtext“ (BTX) eingeführt und wird seitdem ständig weiterentwickelt und verbessert. Der Vorteil des PIN-TAN-Verfahrens: Die Bankkunden benötigen keine zusätzliche Hard- oder Software, wenn sie einen internetfähigen Computer besitzen. Sie können von jedem Computer der Welt ihre Bankgeschäfte erledigen. Aus Sicherheitsgründen ist aber beispielsweise vom Online Banking in Internetcafes grundsätzlich abzuraten.
Mit der Freischaltungsbestätigung des Kreditinstituts für das Online Banking erhält der Kunde zur Legitimierung eine fünfstellige Geheimzahl, die so genannte Online-Banking-PIN. Mit diesem Code in Kombination mit der Girokontonummer identifiziert der Kunde sich gegenüber dem Bankcomputer. Außerdem wird ihm eine Liste mit verschiedenen, sechsstelligen Transaktionsnummern, kurz TAN, zugeschickt. Erteilt der Bankkunde zum Beispiel einen Überweisungsauftrag, muss er vor dem endgültigen Abschluss eine dieser TANs angeben. Die TAN ist sozusagen die Online-Unterschrift.
Mit der Weiterentwicklung des PIN-TAN-Verfahrens zur so genannten „indizierten TAN", kurz iTAN genannt, haben die Kreditinstitute einen weiteren Sicherheitsschritt eingebaut. Hierbei können die Bankkunden nicht mehr eine beliebige TAN von der Liste angeben. Die Freigabe des Auftrags erfolgt nur mit einer bestimmten für die Transaktion von der Bank angeforderten TAN. Dafür wird ihnen auf der TAN-Eingabeseite eine Zahl angezeigt, die einer Nummer auf ihrer TAN-Liste entspricht. Die Online Banker müssen die entsprechende TAN eingeben und bestätigen – fertig.
Wer von mehreren PCs seine Bankgeschäfte erledigen will, wird die Vorteile dieses Verfahrens sowie der neueren Verfahren mobileTAN sowie chipTan zu schätzen wissen. Hierbei nutzen die Online-Kunden entweder ihr Mobiltelefon oder den sogenannten TAN-Generator (Format eines kleinen Taschenrechners) für ihre Bankgeschäfte.
Um die Sicherheit im PIN-TAN-Verfahren zu gewährleisten, haben die Kreditinstitute einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. So wird die Online Banking-PIN automatisch gesperrt, wenn sie dreimal hintereinander falsch eingegeben wurde. Zudem können die Bankkunden ihre Online Banking-PIN auch selbst sperren.
Weltweit gilt das TAN-Verfahren als eines der sichersten Legitimationsverfahren für Online-Bankgeschäfte. Dennoch gab es in letzter Zeit immer wieder Versuche von Kriminellen, auf betrügerische Art und Weise TANs von Kunden in Erfahrung zu bringen und diesen finanziellen Schaden zuzufügen – das so genannte Phishing, bei dem der Kunde von Internetkriminellen beispielsweise per E-Mail aufgefordert wird, vermeintlich mit seinem Kreditinstitut Kontakt aufzunehmen. Mit den neueren Verfahren, wie mobileTAN und chipTAN, die einen zweiten Übertragungsweg (Mobiltelefon, TAN-Generator) nutzen, werden diese Angriffe erschwert, da die TAN zudem an den Auftrag gekoppelt und zeitlich begrenzt ist. Der Kunde prüft hierbei die Auftragsdaten und könnte eine Manipulation erkennen.
Weiterführende Informationen
» Broschüre: Online Banking – bequem und sicher