Konjunktur

Konjunkturprognose Herbst 2011

14. September 2011 - Ausschuss für Wirtschafts- und Währungspolitik

 

» Überblick: Abschwächung aber keine Rezession
» Weltwirtschaft verliert an Fahrt, erneute Rezession aber nicht zu befürchten
» Euro-Raum: Schwächeperiode bis weit ins nächste Jahr hinein
» Konjunktur in Deutschland: Abschwächung aber kein Absturz
» Europäische Staatsschuldenkrise  – Finanzpolitik vor der Zeitenwende

» Die Zukunft der Währungsunion

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Abschwächung aber keine Rezession

  • Nach der zügigen und kräftigen Erholung aus der Rezession haben sich die Wachstumsperspektiven der Weltwirtschaft im Verlauf des Sommers überraschend schnell eingetrübt. Insbesondere die hohe Staatsverschuldung und die allenfalls nur langsam sinkenden Haushaltsdefizite in den Industrieländern sorgen nun für große Verunsicherungen.
  • Gleichwohl muss in diesem stark von Risiken und Befürchtungen geprägten Umfeld vor übertriebenen Alarmrufen gewarnt werden. Die hohe Staatsverschuldung ist – bei einem entschlossenen wirtschaftspolitischen Gegensteuern – beherrschbar, und ein wirtschaftlicher Schockzustand wie im Herbst 2008 ist auch angesichts der gesammelten Erfahrungen sehr unwahrscheinlich.
  • Der erforderliche Konsolidierungskurs und strukturelle Anpassungen werden die Wirtschaft der Industrieländer über geraume Zeit nur sehr schwach expandieren lassen. Dies ist der unvermeidliche Preis, der für die Gesundung zu zahlen sein wird. Die in der Weltwirtschaft mehr und mehr an Bedeutung gewinnenden Schwellenländer werden aber in einer insgesamt guten wirtschaftlichen Verfassung bleiben. Eine globale Rezession ist nicht zu befürchten.
  • In Deutschland wird das Wirtschaftswachstum in den kommenden Quartalen sehr moderat ausfallen, aber nicht zum Erliegen kommen. Ein Absturz in die Rezession droht deshalb nicht. Die Wachstumsprognose für 2012 muss allerdings von 2,3 auf 1,1 % kräftig gesenkt werden.
  • Um eine weitere Eskalation der Staatschuldenkrise in Europa zu verhindern, ist zunächst eine zügige Umsetzung der Reformen der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) erforderlich. Überwinden lässt sich die Krise jedoch nur mit einem klaren und verlässlichen Umsteuern der Finanzpolitik in den Euro-Staaten. Eine solide Finanzpolitik muss in den einzelnen Euro-Staaten durch bindende Selbstverpflichtungen, am besten in Form einer Schuldenbremse mit Verfassungsrang, Glaubwürdigkeit erhalten und durch strukturelle Wirtschaftsreformen ergänzt werden.
  • Eine langfristige Sicherung der Währungsunion ist allerdings ohne weitere Reformen des institutionellen Rahmens nicht vorstellbar. Ohne einen gewissen Souveränitätsverzicht der Nationalstaaten wird dies nicht möglich sein.
  • Ein realistisches Langfristziel für die politische Integration in Europa kann aber nur ein ausgeprägter Wettbewerbsföderalismus sein, der genügend Spielraum für länderspezifische Gestaltungsmöglichkeiten lässt. Umfassende Finanztransfers, Euro-Bonds und eine grundsätzliche Vergemeinschaftung der nationalen Schulden wären hingegen neue Konstruktionsfehler.
     

 

I. Weltwirtschaft verliert an Fahrt, erneute Rezession aber nicht zu befürchten

Die Weltwirtschaft befindet sich aktuell in einer Abschwächungsphase. Der Tempoverlust ist dabei gleich auf drei Faktoren zurückzuführen: Erstens ist er zyklisch bedingt, also eine durchaus „normale“ Reaktion auf den recht kräftigen Aufholprozess im vergangenen Jahr. In vielen Schwellenländern ist die starke Erholung sogar mit Anzeichen einer Überhitzung verbunden, was insbesondere an den steigenden Inflationsdruck zu erkennen ist. Zweitens macht sich in den meisten Industrieländern das Umschalten der Finanzpolitik auf einen Konsolidierungskurs bemerkbar. Dies dämpft zusammen mit zahlreichen strukturellen Wirtschaftsproblemen, die vor allem in der hartnäckig hohen Arbeitslosigkeit in den USA und Europa zum Ausdruck kommen, die Nachfrage der Industrieländer. Als dritter Faktor für die globale Abschwächung kommt die zuletzt kräftig gestiegene Verunsicherung durch die Staatsschuldenkrise auf beiden Seiten des Atlantiks hinzu. Diese Verunsicherung wird mit großer Wahrscheinlichkeit Bremsspuren bei den Investitionen und dem privaten Konsum hinterlassen.

Durch das Zusammentreffen dieser Faktoren hat sich der konjunkturelle Ausblick für die Weltwirtschaft in den letzten Wochen deutlich eingetrübt. Für eine Dramatisierung besteht allerdings kein Anlass. Alle Indikatoren signalisieren eine Abkühlung der globalen Konjunktur, aber keine Rezession. Anzeichen für einen lähmenden Schock wie im Herbst 2008 lassen sich nicht erkennen.

In den Industrieländern ist jedoch vor allem wegen der strukturellen Wirtschaftsprobleme – zu denen auch die hohe Staatsverschuldung gehört – mit einer längeren Phase eines unterdurchschnittlichen Wachstums zu rechnen. Hier muss man sich der Realität stellen, dass die hartnäckigen Wirtschaftsprobleme nicht kurzfristig beseitigt werden können. Doch je entschlossener sie angegangen werden, desto eher werden sich positive Vertrauenseffekten ergeben.

Wichtigste Stütze des weltweiten Wachstums werden die Schwellenländer bleiben. Zwar wird auch hier die Dynamik nachlassen, was mit Blick auf Überhitzungstendenzen und die Inflation sogar willkommen ist. Der generelle Nachholbedarf dieser Länder sollte sich aber als eine zentrale Nachfragestütze erweisen. Darüber hinaus steuert China allmählich von einer Exportorientierung auf eine etwas stärkere Betonung der Binnennachfrage um. Konjunkturstabilisierende Effekte dürften zudem von den im Zuge der globalen Wachstumsabschwächung langsamer beziehungsweise teilweise nachgebenden Rohstoffpreisen ausgehen. Dies sollte den Inflationsdruck auch in den Schwellenländern reduzieren.

Vor diesem Hintergrund wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr auf knapp 4 % abkühlen. Das wäre ein guter Prozentpunkt weniger als im vergangenen Jahr. 2012 dürfte die Wachstumsrate um weitere zwei bis drei Zehntel Prozentpunkte nachgeben. Mit etwas mehr als 3 ½ % würde das globale Wachstum dann dem Durchschnitt der letzten Dekade entsprechen.

 

 

II. Euro-Raum: Schwächeperiode bis weit ins nächste Jahr hinein

 

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum wird gegenwärtig vor allem durch die Staatsschuldenkrise belastet. Neben den unvermeidlichen Sparprogrammen, die die Nachfrage dämpfen, gibt es erste Anzeichen dafür, dass Unternehmen bei den Investitionsplanungen vorsichtiger werden und die Kaufbereitschaft der privaten Haushalte beeinträchtigt wird. Zudem wird die sich abschwächende Weltkonjunktur die Exporte der Euro-Zone dämpfen.

Für die kommenden Monate ist daher im Euro-Raum mit einer ausgeprägten wirtschaftlichen Schwächephase zu rechnen, in der das Wirtschaftswachstum bis weit ins nächste Jahr hinein nur leicht über dem Stagnationsniveau liegen dürfte. Wegen des guten Starts in das laufende Jahr wird 2011 dennoch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erreicht werden. 2012 dürfte diese Rate aber mit 0,8 % nur noch halb so hoch ausfallen. In der Gruppe der wichtigsten Industrieländer würde der Euro-Raum damit beim Wirtschaftswachstum das Schlusslicht einnehmen. Die Arbeitslosigkeit wird auf einem hohen Niveau von knapp 10 % verharren und die Schuldenstandsquote 2012 auf 90 % des Bruttoinlandsprodukts steigen.

Mit der Wachstumsschwäche und der weiterhin angespannten Arbeitsmarktlage werden die Inflationsrisiken wieder spürbar nachlassen. Der vor Kurzem noch befürchtete Anstieg der Inflationsrate auf 3 % oder mehr ist hinfällig geworden. Aus heutiger Sicht wird die allgemeine Teuerungsrate im Euro-Raum vielmehr von 2,5 % im Durchschnitt des laufenden Jahres auf 1,9 % im Jahresdurchschnitt 2012 zurückgehen und damit auf der mittelfristigen Zielgröße der Europäischen Zentralbank liegen.

Entsprechend dieser Prognosen wird die Europäische Zentralbank ihren Leitzins in diesem Jahr auf dem aktuellen Niveau von 1,5 % konstant halten. Eine Zinssenkung wäre im nächsten Jahr nur dann wahrscheinlich, wenn das Wirtschaftswachstum noch stärker nachlassen sollte. Hauptszenario bleibt aber auf Sicht von zwölf Monaten ein unveränderter Leitzins der Europäischen Zentralbank und somit eine längere Zinspause.

 


III. Konjunktur in Deutschland: Abschwächung aber kein Absturz

 

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat sich im zweiten Quartal dieses Jahres stark abgeschwächt und ist nahezu zum Erliegen gekommen. Auch wenn die Daten für das zweite Quartal die tatsächliche Entwicklung wohl etwas unterzeichnen, ist die außerordentlich kräftige Erholungsphase, die der deutschen Volkswirtschaft teilweise Wachstumsraten wie in Schwellenländern bescherte, bis auf Weiteres beendet. Hierfür sprechen auch die Stimmungsindikatoren, die sich in den letzten Monaten deutlich verschlechtert haben. Diese lassen erwarten, dass die Abkühlung der Weltwirtschaft in der stark exportorientierten deutschen Wirtschaft unter Umständen besonders deutliche Bremsspuren hinterlassen könnte.

Ob es bei einer bloßen Abkühlung bleibt oder die deutsche Wirtschaft in eine neuerliche Rezession rutscht, wird ganz wesentlich von der Staatschuldenkrise entschieden. Für den unwahrscheinlicheren Fall einer weiteren Eskalation, bei der Italien und Spanien vom Kapitalmarkt abgeschnitten würden, wäre eine tiefe Rezession in Deutschland sowie dem Euro-Raum kaum zu vermeiden. Dies würde auch die restliche Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen.

Das aus heutiger Sicht wahrscheinlichste Szenario ist jedoch, dass eine weitere Eskalation der Staatsschuldenkrise verhindert werden kann. Unter dieser Annahme werden das große Auftragspolster, die nach wie vor recht solide Industrieproduktion und das Investitionswachstum in Deutschland auch im zweiten Halbjahr für Wirtschaftswachstum sorgen. Gegen überzogene Absturzsorgen spricht ferner, dass die heimischen Unternehmen fundamental gut aufgestellt sind. Die Bilanzen sind gesund, und ein großer Teil der mittelfristig geplanten Investitionen basiert auf der Weiterentwicklung von Technologien und Produkten, ist also weitgehend unabhängig von der Kapazitätsauslastung. Bedenkt man darüber hinaus den guten Start in das laufende Jahr sowie den statistischen Überhang aus dem Vorjahr, dann ist für 2011 weiterhin ein sehr kräftiger Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung von 2,8 % realistisch.

Das vergleichsweise schwache Wirtschaftswachstum wird zunächst auch die Entwicklung im kommenden Jahr prägen. Konjunkturstabilisierende Effekte werden aber vom nachlassenden Inflationsdruck ausgehen. Gleichzeitig stützt das weiterhin niedrige Zinsniveau die deutsche Wirtschaft, nicht zuletzt den Bausektor. Der private Konsum, der im laufenden Jahr hinter den Erwartungen zurückbleibt, wird sich im nächsten Jahr deutlich langsamer abschwächen als das gesamtwirtschaftliche Wachstum und somit eine gewisse Pufferfunktion erfüllen. Das liegt auch daran, dass sich der deutsche Arbeitsmarkt noch für einige Zeit positiv entwickelt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit fällt jedoch in den nächsten Monaten sehr gering aus und wird weiter abnehmen. Das Wirtschaftswachstum dürfte sich im kommenden Jahr auf insgesamt 1,1 % abschwächen und damit voraussichtlich unter das Niveau der Potenzialrate sinken, die gegenwärtig bei rund 1 ½ % anzusiedeln ist. Bei dieser Wachstumsrate droht im kommenden Jahr auch der Beschäftigungsaufbau zum Stillstand zu kommen. Nicht zuletzt wegen des statistischen Unterhangs aus dem laufenden Jahr sollte die Zahl der Arbeitslosen gleichwohl im Jahresdurchschnitt 2012 noch einmal leicht um rund 50.000 Personen auf 2,92 Millionen zurückgehen.

 


IV.    Europäische Staatschuldenkrise  – Finanzpolitik vor der Zeitenwende

 

Die europäische Staatsschuldenkrise ist auch für die Konjunkturprognose gegenwärtig der größte Risikofaktor. Ganz aktuell geht es darum, eine weitere Eskalation mit allen Kräften zu verhindern. Dafür sind unter anderem die von den Staats- und Regierungschefs der Euro-Staaten beschlossene Funktionserweiterung der Europäischen Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) und die Ausweitung der effektiven Kreditvergabe der EFSF auf 440 Mrd. € erforderlich. Die zügige Verabschiedung dieser Beschlüsse, die in einigen Euro-Staaten noch von den nationalen Parlamenten bestätigt werden müssen, ist unverzichtbar.

Mindestens genauso wichtig ist nun aber auch ein klares und verlässliches Umsteuern der Finanzpolitik in den Euro-Staaten. Hierbei geht es längst nicht mehr nur um kleine, graduelle Anpassungen, sondern um eine wirkliche Zeitenwende. Grundsätzlich hat zu gelten: Die Ausgaben des Staates müssen langfristig durch reguläre Einnahmen gedeckt werden. Dies bedeutet entweder einen kleineren Staatssektor oder – wenn die Gesellschaft Staatsausgaben im bisherigen Umfang wünscht – höhere Steuern. Um dieser Richtungsänderung Glaubwürdigkeit zu geben, sollten die Euro-Staaten bindende Selbstverpflichtungen eingehen, etwa in Form einer Schuldenbremse mit Verfassungsrang.

Die jüngsten politischen Volten in Italien haben gezeigt, dass sich die Politik dieser Bringschuld noch nicht vollends bewusst ist. So wurde versucht, nach der Ausweitung des Aufkaufprogramms der EZB auf italienische Staatsanleihen, finanzpolitische Ziele wieder zu verwässern. Dieser Rückfall in überkommene Verhaltensmuster führt auch auf den Finanzmärkten zu empfindlichen Vertrauensverlusten.

Die „neue“ Finanzpolitik darf jedoch keine eindimensionale Sparpolitik sein. Vielmehr müssen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen durch Maßnahmen zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der Wachstumsmöglichkeiten ergänzt werden. Das gilt im besonderen Maße für wettbewerbsschwache Euro-Staaten. Im Falle Griechenlands sind die Versäumnisse bei den strukturellen Reformen allerdings besonders groß. Die neuerlichen Verfehlungen bei den kurzfristigen Haushaltszielen in Griechenland wären eher zu akzeptieren, wenn tiefgreifende Reformen am Arbeitsmarkt, bei der Steuererhebung oder in der öffentlichen Verwaltung entschlossen angegangen würden.

 

 

V. Die Zukunft der Währungsunion

 

Parallel zu diesen Maßnahmen, die unmittelbar eingeleitet werden müssen, sind weitere Reformen am institutionellen Rahmen der Währungsunion erforderlich. Die Währungsunion wird nur dann eine Zukunft haben, wenn die EU unumkehrbar die Weichen in Richtung einer stärkeren politischen Integration stellt. Dies ist jedoch ein langfristiges Ziel, dass nur schrittweise erreicht werden kann. Denn es geht letztlich um einen Souveränitätsverzicht der Nationalstaaten, der nicht ohne eine Änderung der europäischen Verträge und der nationalen Verfassungen erfolgen kann. Dieser Souveränitätsverzicht kann sich mit Blick auf die nationalen Besonderheiten in Europa bis auf Weiteres nur auf Maßnahmen zur Einhaltung gemeinsam festgelegter Regeln erstrecken. So wäre zum Beispiel eine gemeinsame Sozialpolitik auf nicht absehbare Zeit ein völlig unrealistisches Ziel in Europa. Die Einschränkung der nationalen Souveränität sollte daher zunächst im Bereich der Finanzpolitik angegangen werden, denn hier gibt es mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt bereits klare Regeln, deren Einhaltung in der Vergangenheit vor allem wegen der fehlenden Durchsetzungsmöglichkeiten seitens der Europäischen Kommission scheiterte.

Prinzipiell muss für eine weitergehende politische Integration in Europa eine gesunde Balance zwischen einem verstärkten gegenseitigen Einmischen und einer überzogenen und falschen Harmonisierung gefunden werden. Ein glaubwürdiges Langfristziel für die politische Integration in Europa kann daher nur ein ausgeprägter Wettbewerbsföderalismus sein, der genügend Spielraum für länderspezifische Aspekte und Gestaltungsmöglichkeiten lässt.
Umfassende Finanztransfers, Euro-Bonds und eine grundsätzliche Vergemeinschaftung der nationalen Schulden würden weit über das Ziel hinausschießen und neue Konstruktionsfehler bedeuten, nämlich zunehmende nationale Verteilungskämpfe und wirtschaftspolitische Fehlanreize, die letztlich zu weniger Wirtschaftswachstum und einer höheren Arbeitslosigkeit führen.
 

 

Ausschuss für Wirtschafts- und Währungspolitik

Uwe Angenendt   
Chefvolkswirt, BHF-BANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Dr. Marco Bargel   
Chefvolkswirt, Deutsche Postbank AG, Bonn

Dr. Elga Bartsch

Chefvolkswirtin Europa, Morgan Stanley UK Group, London


Norbert Braems

Chefvolkswirt, Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA, Köln


Dr. Kurt Demmer

Chefvolkswirt, IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf


Carsten Klude

Chefvolkswirt, M.M.Warburg & CO KGaA, Hamburg


Dr. Jörg Krämer

Chefvolkswirt, Commerzbank AG, Frankfurt am Main


Dr. Thomas Mayer

Chefvolkswirt, Deutsche Bank Gruppe, Frankfurt am Main


Dr. Jürgen Michels

Chefvolkswirt Euro-Raum, Citigroup, London


Andreas Rees

Chefvolkswirt Deutschland, Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, München


Stefan Schilbe

Chefvolkswirt, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf


Dr. Holger Schmieding

Chefvolkswirt, Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG


Dr. Dirk Schumacher

Chefvolkswirt Deutschland, Goldman, Sachs & Co. oHG, Frankfurt am Main

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